Das Zentrum für Sprachen und Kommunikation bedankt sich herzlich beim Goethe-Institut Warschau für die inhaltliche und finanzielle Unterstützung bei der Realisierung des UNI-CLILiG-Projekts, das der Preisträger der 15. Auflage des Wettbewerbs European Language Label wurde.
Informationen über das Projekt
Was ist CLIL/CLILiG?
Content and Language Integrated Learning in German bezieht sich auf den integrierten fach- und sprachlichen Unterricht, der auf der gleichzeitigen Vermittlung von Inhalten aus dem Bereich der Unterrichtsfächer und Fremdsprachenelemente basiert. Es ermöglicht einen breiteren Blick auf die Errungenschaften der modernen Wissenschaft in der Welt und entwickelt gleichzeitig Kommunikationsfähigkeiten über mehrere Kulturen hinweg. In Zeiten der Globalisierung der Wirtschaft und der Mobilität des Personals ist CLIL-Konzept zu einer Priorität der Hochschulbildung in Europa und der Welt geworden.
CLILiG an der Technischen Universität Posen (Content and Language Integrated Learning in German)
Im akademischen Jahr 2014/15 nahmen Studierende der Technischen Universität Posen am Projekt CLILiG teil. Das Zentrum für Sprachen und Kommunikation arbeitete mit dem Goethe-Institut zusammen. Der methodische Betreuer des gesamten Projekts war Dr. Kim Haataja von der Universität Tampere, Finnland. Die Projektarbeit wurde während des gesamten Wintersemesters 2014/15 in drei Gruppen der Studienrichtungen Automatisierung und Robotik, Logistik und Mechatronik durchgeführt. Es bestand aus der Umsetzung von Teamprojekten und der Umsetzung von Einzelaufgaben. Die Studierenden entwickelten drei unterschiedliche Themen, die sich an gemeinsamen Richtlinien orientierten.
Endergebnis des Projekts
Am 12. März um 14.00 Uhr fand die Präsentation der Projekte statt. Der offizielle Teil wurde von Direktorin des ZSK, Dr. Liliana Szczuka-Dorna und SM Rektor Prof. Dr. hab. Ing. Tomasz Łodygowski eröffnet. Die Grundlagen und Ziele des UNI-CLILiG-Projekts stellte die Projektkoordinatorin für Hochschulbildung des Goethe-Instituts in Polen, Frau Ewa Ostaszewska, vor. Ehrengast Dr. Kim Haataja von der Universität Tampere, Finnland, betonte, wie wichtig es ist, CLIL für die Ausbildung zukünftiger Ingenieure zu unterrichten.
Im Mittelpunkt des Programms standen die Präsentationen der Studenten, die ihre Arbeit professionell erledigt haben. Die Studenten des Fachbereichs Logistik machten die eingeladenen Gäste und Kollegen mit Gründung eines Unternehmens, Abwicklung eines Auftrags, sowie Bestände-Management und Transportplanung vertraut. Die Projektgruppe Automatisierung und Robotik untersuchte den Wohnkomfort in einem Smart Home und erläuterte am Beispiel eines selbstgebauten Modells das Funktionsprinzip eines intelligenten Gebäudes. Die nächste Gruppe aus dem Bereich Mechatronik präsentierte die flexible Produktionslinie, analysierte deren Module und zeigte ein Video, das sie gedreht hatte.
Die Präsentationen in deutscher Sprache waren sowohl inhaltlich als auch sprachlich auf hohem Niveau. Sie wurden sehr gut angenommen und bewertet.
Die Teilnahme der Studenten der Technischen Universität Posen am Pilotprojekt UNI-CLILiG ist ein bemerkenswertes Beispiel für die Einführung innovativer Lehrmethoden an der Technischen Universität Posen.
Bewertungen von Studenten
„Die Arbeit am CLIL-Projekt war eine sehr interessante Erfahrung. Dank dieses Projekts konnten viele Erfahrungen gesammelt und Kenntnisse über moderne Produktionslinien-Technologien vertieft werden. Das Kennenlernen der einzelnen Elemente einer solchen Linie und deren Funktionsweise. Diese zusätzlichen Arbeiten trugen einen Beitrag zur Verbesserung der Sprachkenntnisse, insbesondere im beruflichen Bereich. Das einzige Problem war, dass es schwierig war, Informationen zu finden, die alle Schlüsselfragen beantworten würden.“ Sylwia Cieślicka, Mechatronik
„Ich denke, dass die Teilnahme an diesem Projekt eine sehr interessante Erfahrung war. Ich habe gelernt, effektiv in der Gruppe zu arbeiten, meine Arbeit zu planen und vor allem mein Fachvokabular zu erweitern. Etwas von Anfang an zu erstellen, zu planen, zu entwickeln und dann die Ergebnisse zu sehen, macht riesigen Spaß.“ Marta Kierzkowska, Automatisierung und Robotik
"Die Teilnahme an dem Projekt gab mir die Möglichkeit, sowohl meine Sprachkenntnisse zu erweitern als auch mein berufliches Wissen zu vertiefen. Unsere Soft Skills wie Teamarbeit, Kreativität und interpersonale Kompetenzen wurden auf jeder Etappe weiterentwickelt. Die Teilnahme an dem Projekt ermöglichte mir, neue Erfahrungen zu sammeln, da ich mich in Situationen wiederfand, die mich herausforderten. Es war auch eine wertvolle Erfahrung, in einer Gruppe zu arbeiten, um öffentliche Auftritte vorzubereiten, und bei der Erstellung eines Projekts nicht nur in der Student-Student-Beziehung, sondern auch in der Student-Lehrer-Beziehung zusammenzuarbeiten. Ich hatte auch die Möglichkeit, neue Aufgaben zu bewältigen. Am Ende hatten wir die Gelegenheit, das Ergebnis unserer Arbeit auf einem internationalen Forum in deutscher Sprache zu präsentieren." Alicja Wójcik, Logistik
"Ich war anfangs gegenüber dem CLIL-Projekt skeptisch. Ich dachte, es würde unsere kostbare Studentenzeit in Anspruch nehmen, ohne etwas dafür zu geben. Im Laufe der Zeit stellte sich jedoch heraus, dass es völlig anders war. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten wie „Wie sollen wir mit dem Thema anfangen?“ erwies sich, dass diese Art des Sprachenlernens besonders interessant sein kann. Durch das Projekt bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass Sprachkenntnisse für die Arbeit eines Ingenieurs besonders wichtig sind, da sie es ermöglichen, auf eine große Menge an Informationsquellen zuzugreifen. Außerdem habe ich erkannt, dass wenn es möglich ist, sich in einer Fremdsprache über Themen aus dem eigenen Interessensgebiet zu informieren, ist eine Arbeit im Ausland umso mehr eine realisierbare Herausforderung.“ Michał Siemieniewski, Mechatronik
„Die Teilnahme an diesem Projekt hat mir gezeigt, dass das Erlernen der deutschen Sprache nicht eintönig sein muss. Während des Sammelns von Materialien habe ich viele neue Ausdrücke kennengelernt, die mit meinem Studienfach verbunden sind. Ich finde, es war eine interessante Zeit.“ Maciej Ziętek, Automatisierung und Robotik
"Ich glaube, dass die Teilnahme an dem Projekt mir und den anderen Teilnehmern die Möglichkeit gegeben hat, etwas Besonderes für uns zu tun. Sie gab uns die Gelegenheit, unser Wissen aus dem Logistikbereich zu erweitern, Fachwortschatz im Zusammenhang mit der Gründung eines Unternehmens, Planung, Lagerhaltung und Transport zu lernen. Das Projekt hat auch unsere Soft Skills gefördert, z.B. Teamarbeit, Analyse- und Diskussionsfähigkeit. Jeder von uns ist ein guter Manager seiner Zeit geworden. Ich denke, dass wir durch Projekte wie dieses das im Unterricht erworbene Wissen in die Praxis umsetzen können.” Agnieszka Olszewska, Logistik
„CLIL hat mir geholfen, mein Interesse am Studium zu erweitern. Durch den physischen Kontakt mit modernen Industrieanlagen konnte ich viel lernen und meine Entwicklung genau in diese Richtung planen. CLIL hat mir auch gezeigt, wie man in einem Team zusammenarbeitet, wie viel Geduld man seinem Partner gegenüber haben muss. Neben den Vorteilen, die sich aus den technischen Aspekten des Wissens ergeben, hat die Teilnahme an dem Projekt meine Sprachkenntnisse verbessert.“ Jan Jakubek, Mechatronik
„Die Teilnahme an dem deutschsprachigen Projekt zum Thema: 'Analyse des intelligenten Gebäudes unter wirtschaftlichen und sozialen Aspekten‘ wurde vom Goethe-Institut initiiert und hat mir sehr viel gegeben. Der Unterricht hat eine neue Form angenommen. Ich lernte viele interessante Dinge, lernte interessante Vokabeln zu neuen Technologien und entwickelte auch die Fähigkeit, in einem Team zu arbeiten. Ich bin für solche Vorschläge in der Zukunft offen.“ Szymon Pankowski, Automatisierung und Robotik
"Dieses Projekt hat mir die Möglichkeit gegeben, mein Wissen über ein Thema zu erweitern, das direkt mit meinem Studienfach zusammenhängt. Außerdem habe ich Erfahrungen in öffentlichem Präsentieren gesammelt und meinen Wortschatz um eine Vielzahl von professionellen Phrasen und Fachbegriffen bereichert." Szymon Alexy, Automatisierung und Robotik
"Ich kann das Projekt als eine interessante Methode betrachten, eine Fremdsprache zu lernen. In Bezug auf das Thema, das meinem Studienfach entspricht, und die Notwendigkeit einer verantwortlichen Herangehensweise, kann ich sagen, dass es eine interessante Erfahrung und vor allem eine Herausforderung war. Ich hatte die Gelegenheit, meine Fähigkeiten bei der Planung meiner Aktivitäten zu verbessern und ich konnte meine Kommunikationsfähigkeiten entwickeln. Dank meiner Teilnahme an dem Projekt habe ich nicht nur eine andere Perspektive auf das Erlernen der deutschen Sprache bekommen, sondern konnte auch mit den Ergebnissen meiner Arbeit und der meiner Kollegen zufrieden sein." Filip Górka, Logistik